Heilige Elizabeth Ann Seton

Ordensschwester · 1774-1821

Witwe, Ordensfrau, Gründerin der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Josef

Elizabeth Ann wurde am 28. August 1774 in New York geboren. Als sie zwei Jahre alt war, starb ihre Mutter. Ihr Vater war Professor an der Columbia University. Die Erziehung Elizabeths übernahmen Verwandte, die der protestantischen Kirche angehörten. Sie heiratete William Seton. Mit ihrem Mann reiste sie nach Italien, wo William starb. Ergriffen vom Glauben der Katholiken an die Gegenwart des Herrn Jesus im Allerheiligsten Sakrament und von ihrer Marienfrömmigkeit, trat sie nach ihrer Rückkehr in die Vereinigten Staaten zum Katholizismus über.

Das brachte ihr neue Schwierigkeiten, denn man betrachtete sie als „Verräterin“ ihres Glaubens und wandte sich völlig von ihr ab. Elizabeth ließ sich dadurch nicht nur nicht entmutigen, sondern erreichte sogar, dass auch ihre Kinder zum Katholizismus übertraten.

Allein zog sie fünf Kinder groß und unterstützte großzügig die Armen und Kranken ihres Viertels. 1809 gründete sie die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Josef, die auf der Spiritualität des heiligen Vinzenz von Paul beruht. Erschöpft von ihren vielen Pflichten starb sie am 4. Januar 1821 in Emmitsburg.

Papst Johannes XXIII. sprach sie am 17. März 1963 selig, und Papst Paul VI. nahm im Heiligen Jahr am 14. September 1975 ihre Heiligsprechung vor und sagte dabei: „Elizabeth Ann Seton ist die erste von der Kirche feierlich anerkannte Blüte der Heiligkeit, die die Vereinigten Staaten der Welt schenken. Gott ließ sie alle Berufungen verwirklichen: die der Ehefrau, der Mutter, der Witwe, der Erzieherin von Kindern und der Gründerin des ersten katholischen Schwesterninstituts in Amerika. Innerlich gestärkt wurde sie durch die Lektüre der Heiligen Schrift, die Eucharistie und die Verehrung der Gottesmutter. Charakterstärke verband sie mit tiefer Demut. Ihr Seelenführer, der ihre reine Gottesliebe und ihren Mut bei der Suche nach dem Übernatürlichen erkannt hatte, sagte: Sie wünschte nichts anderes, als Gott zu gefallen. Ihr ganzes Leben war auf die Ewigkeit ausgerichtet. Sie wollte sie selbst erreichen und sie allen sichern, denen sie begegnete.“