Heilige Augustinus Yi Kwang-hon, Agatha Kim A-gi und Gefährten

† 1839

Märtyrer, Laien, 1839 gemeinsam in Seoul enthauptet

Die heiligen Augustinus Yi Kwang-hon, Agatha Kim A-gi und Gefährten sind neun koreanische Laienchristen, drei Männer und sechs Frauen, die am 24. Mai 1839 in Seoul gemeinsam enthauptet wurden. Sie gehören zu den 103 heiligen koreanischen Märtyrern. Das Römische Martyrologium gedenkt ihrer am 24. Mai, ihrem Todestag, und zusammen mit den übrigen Märtyrern Koreas ehrt die Kirche sie am 20. September.

Die Kirche in Korea wurde allein von Laien gegründet, und in ihrem ersten halben Jahrhundert dienten den Gläubigen nur zwei Priester aus China, und das nur für kurze Zeit. Die ersten Missionare aus Frankreich nahmen die Koreaner 1836 auf. Im Frühjahr 1839 brach eine neue Verfolgung aus. Ein Katechumene, dessen Frau verhaftet worden war und ihren Glauben nicht verleugnen wollte, verriet damals der Polizei die Namen von dreiundfünfzig Christen.

Unter ihnen war Augustinus Yi Kwang-hon aus einer Adelsfamilie, die der Kirche 1801 viele Märtyrer geschenkt hatte. In seiner Jugend hatte er ein ungezügeltes Leben geführt, doch nach seiner Bekehrung änderte er sich völlig, und mit ihm nahm seine Frau Barbara Kwon Hui den Glauben an. Er war Katechet und führte viele zu Christus. In seinem Haus wurde die Heilige Schrift gelesen, und man empfing dort die Sakramente.

Die Polizei verhaftete die ganzen Familien von Augustinus und dem Katecheten Damian Nam Myong-hyok. Bei Damian fand man die liturgischen Gewänder und die Mitra von Bischof Laurent Imbert, dem Apostolischen Vikar von Korea. Damian sagte aus, sie hätten einem 1801 getöteten Priester gehört, und der Richter forschte nicht weiter nach, obwohl er wusste, dass das nicht stimmte. Petrus Kwon Tug-in stellte kleine Kreuze und Medaillen her und verkaufte sie. Lucia Pak Hui-sun war früher Hofdame am Königshof gewesen; als sie den Glauben kennenlernte, gab sie eine Krankheit vor und verließ den Palast. Anna Pak A-gi verleugnete ihren Glauben nicht, obwohl ihr Mann und ihr Sohn es taten.

Im Gefängnis warteten bereits vier Frauen, die Jahre zuvor zum Tod verurteilt worden waren: Agatha Yi So-sa, Magdalena Kim Ob-i, Barbara Han A-gi und Agatha Kim A-gi. Agatha Yi war die Schwester des heiligen Petrus Yi Ho-yong, der ein halbes Jahr vor ihr im Gefängnis gestorben war. Barbara Han und Magdalena Kim hatten Heiden im Glauben unterrichtet und Kranke gepflegt. Agatha Kim wurde erst im Gefängnis getauft.

Als der königliche Rat die Urteile nach dreitägiger Beratung bestätigte, schrieb Damian an seine gefangene Frau, diese Welt sei nur eine Herberge und die wahre Heimat sei der Himmel. Am Freitag, dem 24. Mai 1839, um drei Uhr nachmittags, zur Todesstunde Christi, wurden die neun Verurteilten vor dem Kleinen Westtor von Seoul enthauptet. Ihre Leichname lagen drei Tage an der Hinrichtungsstätte; danach gelang es Bischof Imbert, sie zu bestatten. Er schrieb, die Kirche habe in ihnen viele Fürsprecher im Himmel gewonnen.

In den folgenden Monaten wurden auch der Bruder, die Frau und die siebzehnjährige Tochter von Augustinus getötet, die heute ebenfalls Heilige sind, und am 21. September Bischof Imbert. Pius XI. sprach die neun Märtyrer am 5. Juli 1925 selig, und Johannes Paul II. sprach sie am 6. Mai 1984 in Seoul zusammen mit den übrigen 94 Märtyrern Koreas heilig.