Heilige Ambrósio Francisco Ferro und Gefährten

† 1645

Märtyrer, der Pfarrer von Natal und Laien, 1645 in Brasilien getötet

Die heiligen Ambrósio Francisco Ferro und Gefährten sind der Pfarrer von Natal im Nordosten Brasiliens und siebenundzwanzig Laien, die am 3. Oktober 1645 in Uruaçu aus Hass auf den katholischen Glauben getötet wurden. Zusammen mit den zwei Märtyrern, die drei Monate zuvor in Cunhaú ermordet worden waren, bilden sie die Gruppe von dreißig Heiligen, die die Kirche die Protomärtyrer Brasiliens nennt. Ihr Gedenktag ist der 3. Oktober; der in Cunhaú Getöteten gedenkt das Römische Martyrologium am 16. Juli.

Seit 1630 herrschten die Niederländer über den Nordosten Brasiliens. Sie waren Calvinisten, nahmen den Katholiken nach und nach die Freiheit des Gottesdienstes und begannen dann, sie zu verfolgen. Pfarrer der Pfarrei Unserer Lieben Frau von der Darstellung in Natal war damals der Diözesanpriester Ambrósio Francisco Ferro.

Das erste Massaker ereignete sich am Sonntag, dem 16. Juli 1645, in Cunhaú. In der dortigen Kapelle feierte der dreiundsiebzigjährige Pfarrer André de Soveral die Messe. Gleich nach der Wandlung drangen niederländische Soldaten mit bewaffneten Indigenen ein, verriegelten die Türen und fielen über die wehrlosen Gläubigen her. Der Priester konnte mit den Menschen noch die Sterbegebete sprechen. Mehr als sechzig Katholiken wurden getötet; bekannt sind nur die Namen des Pfarrers und des Laien Domingos Carvalho.

In ihrem Schrecken versuchten die Katholiken von Natal, sich zu verstecken, doch sie wurden zusammen mit ihrem Pfarrer gefangen genommen und in die Nähe von Uruaçu gebracht. Dort warteten niederländische Soldaten und etwa zweihundert Indigene unter Antônio Paraopaba, einem Häuptling, der zum Calvinismus übergetreten war und den Katholiken feindlich gegenüberstand. Die Gefangenen wurden grausam gefoltert, doch sie wollten vom katholischen Glauben nicht abfallen. Pater Ferro wurde mit besonderer Grausamkeit gequält, weil er ein Priester Christi war. Die Verstümmelungen waren so unmenschlich, dass selbst ein Chronist jener Zeit davor zurückschreckte, sie im Einzelnen zu beschreiben.

Unter den Getöteten ragte der Laie Mateus Moreira hervor. Als die Henker ihm das Herz vom Rücken her herausrissen, konnte er noch seinen Glauben an die Eucharistie bekennen, mit den Worten „Louvado seja o Santíssimo Sacramento“ (Gelobt sei das allerheiligste Sakrament). Von den zahlreichen Opfern sind die Namen von achtundzwanzig Menschen aus Uruaçu sicher bekannt. Darunter sind Familien: Väter mit ihren Töchtern, ein Ehepaar und auch João Martins mit sieben jungen Gefährten.

Die Erinnerung an die Märtyrer blieb in ununterbrochener Überlieferung lebendig; den ältesten Bericht schrieb Lopo Curado Garro zwanzig Tage nach dem Massaker von Uruaçu. 1991 erinnerte Johannes Paul II. zum Abschluss des Nationalen Eucharistischen Kongresses in Natal an das Glaubensbekenntnis von Mateus Moreira, und am 5. März 2000, im Jahr des fünfhundertjährigen Jubiläums der Evangelisierung Brasiliens, sprach er die dreißig Märtyrer auf dem Petersplatz selig. Papst Franziskus sprach sie am 15. Oktober 2017 heilig, mit Dispens von der Prüfung eines Wunders.